Finanzbetrügereien wirken auf den ersten Blick selten verdächtig, besonders wenn sie als unerwartete Gutschrift oder vielversprechende Geldanlage auftauchen. Verbraucherschützer in Deutschland warnen, dass Betrüger immer überzeugender auftreten. Deshalb werden neue Tools und mehr Aufklärung immer wichtiger.
Fake-Check-Betrug ist nach wie vor eine gängige Masche, um euch dazu zu bringen, echtes Geld zu überweisen. Typischerweise beginnt alles mit einem scheinbar harmlosen Angebot: Etwas aus einem Online-Inserat kaufen, einen Remote-Job annehmen, einen Gewinn akzeptieren oder dabei helfen, Geld zu transferieren.
Der Betrüger schickt euch einen Scheck oder eine Zahlungsanweisung über mehr als den vereinbarten Betrag und verlangt, dass ihr die Differenz per Banküberweisung oder digitalem Bezahldienst zurückschickt. Nachdem das Geld überwiesen wurde, stellt sich der Scheck später als gefälscht heraus – das Geld ist dann weg und ihr bekommt es nicht zurück.
Kostenloses Tool erkennt dubiose Anlageangebote
Unklarheiten rund ums Banking machen diese Betrugsmaschen oft besonders effektiv. Banken buchen eingezahlte Beträge schnell auf eurem Konto, doch bedeutet das nicht, dass ein Scheck tatsächlich gedeckt ist. Auch Zahlungsanweisungen und Bankschecks können heutzutage mit moderner Drucktechnik täuschend echt gefälscht werden.
Um der wachsenden Gefahr durch Anlagebetrug in Deutschland und Europa entgegenzuwirken, haben Verbraucherzentralen das kostenlose Online-Tool „Fake-Check Geldanlage“ gestartet. Über einen anonymen Fragenkatalog der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Nutzer:innen verdächtige Angebote prüfen – ganz ohne Anmeldung.
Viele Betrugsfälle tarnen sich mittlerweile als professionelle Krypto-, Forex- oder CFD-Plattformen, die auf Social Media beworben werden. Versprechen von schnellen Renditen, Druck zum schnellen Handeln, unerwartete Kontaktaufnahme und verzögerte Auszahlungen sind häufige Warnzeichen. Die Behörden raten: Zahlungen sofort stoppen, Belege sichern und den Fall bei Polizei oder BaFin melden.

